Verbund: Gemeinschaftsstruktur

Das Familienzentrum wird vom ortsübergreifenden Netzwerk "FIZ Sendenhorst und Albersloh e.V." getragen.

Im Jahr 2006 haben sich alle Sendenhorster Kindertageseinrichtungen und ihre Träger mit weiteren familienrelevanten Institutionen und Vereinen zusammengesetzt, um frei von Wertigkeitsverlusten oder Kompetenzgerangel gemeinsam die Familien ins Zentrum zu stellen und dazu ein Netzwerk für Familien und Generationen in Sendenhorst und Albersloh aufzubauen.
Im Herbst 2006 entstand als Basis aller diesbezüglichen Aktivitäten der Verein FIZ Sendenhorst und Albersloh e.V.

Als von allen relevanten Trägern und Einrichtungen dafür anerkanntes "Dach" macht der Verein FIZ Sendenhorst und Albersloh e.V. den Ausbau von Familienzentren in der Stadt Sendenhorst zu seiner Aufgabe.  FIZ e.V. unterstützt und koordiniert die Entwicklung der betreffenden Kindertageseinrichtungen zum Familienzentrum;  in 2007/2008 entwickelt sich das Familienzentrum Sendenhorst.  2008/2009 entwickelt sich das Familienzentrum Albersloh.

    Das FIZ unterhält drei Arbeitsebenen,die die Entwicklung zum Familienzentrum unterstützen und begleiten:
  • Im Vorstand des FIZ sind u. a. alle Träger der Kindertageseinrichtungen gleichwertig vertreten.
  • Im Pädagogischen Beirat des FIZ arbeiten die
    • Leitungen aller Kindertageseinrichtungen zusammen mit Vertretern
    • therapeutischer Einrichtungen (wie Psychomotorik, Logopädie)
    • familienberatender Einrichtungen (AWO, Erziehungsberatung), sowie Vertretern der
    • Kindertagesbetreuung
    • ambulanter Kinderkrankenpflege
    • soziokulturellen Einrichtungen (Musikpädagogik, Deutsch-Ausländischer-Freundeskreis)
    • der städtischen Schulen, Jugendeinrichtungen und des Seniorenbeirates,
    um u. a. ein niedrigschwelliges, umfassendes Angebot als ganzheitliches Konzept für die Familien in allen Kindertageseinrichtungen zu entwickeln.
  • Das FIZ unterhält eine Kontaktstelle, die als Anlaufstelle, insbesondere für alle nicht an Tageseinrichtungen gebundene Eltern dient. Darüber hinaus kann die Kontaktstelle als möglicher Aktionsort der im FIZ kooperierenden Partner fungieren. Die Kontaktstelle hilft koordinierend bei der Bewerbung von Veranstaltungen und führt die Info-Cafés als eigene Öffentlichkeitsreihe durch.

Aus den Aktivitäten des FIZ e.V. entwickelte sich mit dem Antragsverfahren zum Familienzentrum, im August 2007 eine ständiger Arbeitskreis zur Zertifizierung der Kindertageseinrichtungen St.Marien,St.Michael und der Kindertagesstätte Stoppelhopser. Die Leitungen der Einrichtungen,unterstützt von den Kooperationspartnern, erweitern ihre Angebote gemäß der Zertifizierungvoraussetzungen kontinuierlich und vernetzen sich dabei miteinander.
Ein erster praktischer Schritt war die Ausweitung der Elternveranstaltungen auf alle Eltern des späteren Familienzentrums, die schon im Vorfeld seit Ende 2006 schrittweise umgesetzt wurde und seit 2007 gängige Praxis ist. Dies wird von den Eltern zunehmend offener angenommen. Durch die interdisziplinären fachlichen Ressourcen, auf die wir im  Netzwerk "FIZ" zugreifen können, gewinnt der Charakter der umfassenden Elternberatung und praktischer Lebenshilfe einen gößeren Stellenwert, beispielsweise durch Vorträge zu Ausbildungsfinanzierungsmodellen für Kinder, Gesundheitsfragen usw.
Im Januar 2008 wurde auch zum ersten Mal die Elternschulung "Rendsburger Training?sehr erfolgreich allen Eltern geöffnet.
Dieses Training soll aufgrund der großen Nachfrage ausgeweitet werden und  einer der Grundsteine präventiver Arbeit des Familienzentrums werden. Ein zweiter präventiver Pfeiler des Familienzentrums ist "Sprungbrett",eine niedrigschwellige psychomotorische Förderung der Kinder in allen Einrichtungen des Familienzentrums.
Im Zuge der Prävention hat jede Einrichtung des Familienzentrums eine Mitarbeiterin bzw.einen Mitarbeiter in Fragen des Kinderschutzes ausbilden lassen, die jetzt einen übergreifenden Facharbeitskreis des Familienzentrums bilden.
Die Einbindung der pädagogischen Teams ist eine der konzeptionell wichtigsten Schritte in unserer Entwicklung. Mitglieder des FIZ übernahmen die Spezialisierungen einzelner Mitarbeiterinnen- beispielsweise "interkulturelle Arbeit" oder "Bewegungserziehung", wodurch der Charakter des Netzwerks FIZ für alle Mitarbeiterinnen im Familienzentrum transparent wurde. Eine gemeinsame Inhouse Fortbildung zu dem Früherkennungsprogramm "Herner Materalien" und eine Informationsveranstaltungen aller Mitarbeiterinnen zu den Basisaspekten des Familienzentrums verstärken die zunehmende Identifikation. Im Juli 2008 wird eine gemeinsame Fortbildung die Sprachförderkompetenz in allen Familienzentrumseinrichtungen optimieren.    
Ein Glücksfall für das Familienzentrums ist die Einbindung einer Einrichtungs-Mitarbeiterin, die gleichzeitig die örtliche Kinderpflege tragend mit organisiert und den Bereich der Kindertagespflege so unbürokratisch und schnell in das Familienzentrum, integriert. Auch hier ist seit März 2008 ein Arbeitskreis betroffender Eltern installiert.

Das Wissen um die Bedürfnisse der Eltern, auch im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird durch die gemeinsame Informationsbeschaffung fortlaufend aktualisiert, die direkte Hilfeleistung für Eltern optimiert. 

Die pädagogische Konzeptionierung des Familienzentrums wandelt sich mit der Ausweitung und fachlichen Positionierung des Familienzentrums sowie seiner Kooperationspartner im Netzwerk "FIZ".
Die Erfolge seit Beginn der der ersten Schritte des  FIZ, des darauffolgenden pädagogischen Beirats im FIZ und letzlich daraus hervorgehend dem Zertifizierungskreis Familienzentrum Sendenhorst versprechen eine erfolgreiche Zusammenarbeit zugunsten der Familien und  im Sinne der vier Leistungsbereiche eines Familienzentrums.