Sprungbrett

ist eine Kinder-und Familienhilfemaßnahme in Sendenhorst und Albersloh, ermöglicht und finanziert dank des bürgerschaftlichen Engagements im Ort.

Inhalt:

Frühe Hilfen in Form von psychomotorischer Entwicklungsbegleitung für Kinder mit besonderem Förderbedarf aus Familien mit besonderen sozialen Schwierigkeiten in den Vorschuleinrichtungen, die sich im Lokalen Bündnis "FIZ Sendenhorst und Albersloh e.V. - Familien im Zentrum" zusammengeschlossen haben.

Die Maßnahme umfasst in allen Kitas:

-Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der psychomotorische Förderung in kleinen Fördergruppen ggf.auch in Einzelbetreuung

-Elternberatung/-begleitung (Gespräche, Hausbesuche...)werden mit den GruppenerzieherInnen der betreuten Kinder gemeinsam vorbereitet und durchgeführt.

Da ca.35% der geförderten Kinder einen Migrationshintergrund haben, vertieft "Sprungbrett" qualitativ auch die interkulturelle Elternarbeit.

-Schulung der pädagogischen Fachkräfte im Erkennen von gegebenen Entwicklungsauffälligkeiten und durch Erörterung spezifischer Fragestellungen zu den Projektkindern und der Elternarbeit.

-Konzeptionelle Reflexion in der Projektsteuerungsgruppe

 

Fakten:

Seit 2008 gibt es in Sendenhorst die Maßnahme Sprungbrett.

Die Trägerschaft liegt seit 2011 bei FIZ e.V.

Die praktische Durchführung obliegt dem FIZ-Mitgliedsverein Beweggründe e.V.

Die Maßnahme findet in allen Vorschuleinrichtungen in Sendenhorst und Albersloh statt; die inhaltliche Zusammenarbeit findet im FIZ e.V.statt

 

1) Die Zielgruppe

Die Maßnahme erreicht Kinder mit besonderem Förderbedarf. Sie stammen aus Familien mit erschwerenden oder benachteiligenden Lebensbedingungen, die -zumindest vorübergehend- aus eigenem Impuls heraus nicht aktiv Hilfe für sich und ihre Kinder suchen oder die Notwendigkeit von Entwicklungshilfen für ihre Kinder nicht erkennen. Belastende Benachteiligungen können u.a. Arbeitslosigkeit, Migrationshintergrund, Erkrankung, Armut oder soziale Isolation sein.

 

2) Der Förderansatz

Der besondere Förderbedarf der Kinder besteht bei Entwicklungsverzögerungen in den Bereichen Wahrnehmung, Bewegung, Erleben oder Sozialverhalten.

Durch die gezielte Förderung mit dem psychomotorischen Ansatz sollen diese Kinder in ihrer Selbstwertentwicklung gestärkt werden und ein emotionales Gleichgewicht erlangen. Dies wird erreicht insbesondere über die Stärkung ihrer Spiel- und Handlungsplanung, ihrer Kommunikations-, Kontakt- und Konfliktfähigkeit.

Gleichzeitig erfahren die Eltern dieser Kinder in begleitenden Gesprächen Beratung und Unterstützung; sie werden ermutigt zur direkten Beobachtung ihrer Kinder. Sie sollen gestärkt werden und ihre eigenen Erziehungskompetenzen erkennen, um sich dadurch zunehmend als aktive Begleiter im Förderprozess erleben zu können.

 

3) Der frühzeitige Ansatz

Je eher wir Entwicklungsschwächen bei Kindern erkennen und fördernd eingreifen, desto größer wird die Chance der betroffenen Kinder auf eine gesunde Entwicklung. Sprungbrett erreicht Kinder überwiegend ab dem 3.Lebensjahr.

 

4) Der Wirkort

Da die Maßnahme in allen Kindertageseinrichtungen angesiedelt ist, können annähernd 100% der Kinder unserer Stadt in den Blick genommen werden um evtl. Förderbedarf zu erkennen. In den Einrichtungen der Familienzentren werden die Eltern durch niederschwellige Beratungsangebote unterstützend begleitet.

 

5) Die Einbeziehung der pädagogischen Fachkräfte

Durch regelmäßigen Austausch in Teambesprechungen und Mitwirkung am psychomotorischen Förderprozess werden die pädagogischen Fachkräfte darin gestärkt, Entwicklungsauffälligkeiten zu erkennen und zu beurteilen. Sie gewährleisten eine wichtige Verknüpfung in der Beziehung zwischen den Kindern, den Eltern und den Therapeuten.

 

6) Die Vernetzung im FIZ

Diese 7 Vorschuleinrichtungen kooperieren über den Zusammenschluss im "FIZ Sendenhorst und Albersloh e. V." und profitieren von der Vernetzung durch gemeinsame Themensetzung und Vertiefung entwicklungsdiagnostischer Kenntnisse im regelmäßigen Austausch

 

Sprungbrett erreicht pro Jahr ca. 60 - 70 Kinder und über die begleitenden Elterngespräche auch die Verknüpfung zu ihren Familien.